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Auch die besten Voraussetzungen und Möglichkeiten nützen nichts, wenn nicht ein engagierter und ideenreicher Vorstand existiert, der die Fäden in der Hand hält. Greiz war in der glücklichen Lage, einen Rudi Gebhardt zu besitzen, der mit seiner ganzen Person hinter der Sache stand. Bereits 1931 gehörte der am 5. Februar 1911 geborene Greizer zu den rebellischen Jugendlichen, die einen eigenen Verein in der Jahnturnhalle gegründet hatten. Jetzt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges leitete er mit anderen verdienstvollen Funktionären den Wiederaufbau des Ringkampfsportes in Greiz. Der gelernte Dreher kam nach 1945 zur Kriminalpolizei nach Greiz, wurde aber bald entlassen.
Er gehörte zu den Ringern, die den Ringkampf von der Pieke auf gelernt hatten und in der Lage waren, alle nötigen Funktionen auszufüllen. Er organisierte und initiierte den Neuaufbau 1945, war Trainer, Schiedsrichter, Chefmanager, Mannschaftsleiter und Pressewart. Dort, wo er gebraucht wurde, war er zur Stelle. Als in Zella-Mehlis ein Aktiver ausfiel und die Mannschaft umgestellt werden musste, zog er auch noch einmal das Ringertrikot an. Wurde eine DDR-Meisterschaft in Greiz ausgetragen, war er Leiter der Veranstaltung. Auf seine Initiative hin wurde die Ringer-Oberliga der DDR gegründet. Als internationaler Kampfrichter vertrat er die DDR bei Turnieren im Ausland.
Wie so viele Thüringer musste Rudi Gebhardt seine Heimat verlassen und sein Glück mittellos im Westen versuchen. Aber was muss in einem Mann vorgegangen sein, der nicht nur Freunde und Verwandte zurücklassen musste, sondern auch seine geliebte Greizer Ringermannschaft, für die er Jahrzehnte unermüdlich tätig gewesen ist.
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