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Im Herbst 1963 nahm der erfolgreichste Greizer Ringer Kurt Hoffmann kurz vor seinem 50. Geburtstag offiziell von seiner aktiven Laufbahn Abschied, was ihn aber nicht daran hindern sollte, auch noch einige Jahre später, wenn Not am Mann war, seiner Mannschaft den Rücken zu stärken. Kurt Hoffmann war mit neun DDR-Meistertiteln sowie sechs Medaillen bei Deutschen Meisterschaften zwischen 1940 und 1953 erfolgreich. Dabei muss man noch berücksichtigen, dass seine besten Ringkampfjahre durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verhindert wurden. Kurt Hoffmann hat als aktiver Ringer den Ruf der Stadt Greiz als Ringerhochburg in Deutschland mitbegründet. Als erster Ringer erhielt er 1954 die Auszeichnung „Meister des Sportes“.
Nach dem Rücktritt von Kurt Hoffmann wurde das Halbschwergewicht ab November 1963 von dem aus Jarmen (Mecklenburg) nach Greiz gezogenen Wilhelm Steinführer besetzt. Er hatte während eines Trainingslagers in Greiz seine Frau, eine Greizerin, kennen gelernt, und zog nach der Heirat hierher. Er sollte später noch eine wichtige Rolle für den Greizer Ringkampfsport spielen. Ab September 1963 wurde die Oberliga und DDR-Liga aufgelöst und alle Mannschaften in Bezirksligen eingeordnet. Im Bezirk Gera waren das die erste und zweite Mannschaft des Sportclubs Motor Jena, Rotation Greiz, Chemie Pausa, Motor Süd Gera, Wismut Gera, Stahl Maxhütte und Stahl Eisenberg. In dieser Reihenfolge wurden auch die Plätze belegt. Nach einem speziellen Teilnehmerschlüssel wurden die erstplatzierten Mannschaften der Bezirke in vier weitere Staffeln aufgeteilt, deren Sieger dann auf den DDR-Mannschaftsmeister ermittelten.
Da zweite Mannschaften keine Startberechtigung erhielten, vertrat Rotation Greiz 1964 neben dem SC Motor Jena I unseren Bezirk. Hier konnte Greiz allerdings nach je einem Sieg über Aktivist Holzweißig, Aktivist Zwickau und Motor Tambach- Dietharz und Niederlagen gegen den SC Leipzig, Motor Zella-Mehlis nur einen hinteren Platz belegen. Diese Art der Meisterschaftsführung brachte zwar die Spitzenmannschaften auch zu kleineren Betriebssportgemeinschaften und popularisierte so in gewisser Hinsicht das Ringen, aber die Leistungsunterschiede zwischen den professionell geführten Sportklubs und den Freizeitsportlern waren zu groß.
Greiz konnte 1965 die zweite Mannschaft des SC Motor Jena aus eigener Kraft in der Bezirksliga hinter sich lassen und belegte hinter der überragenden Mannschaft des SC Motor Jena den zweiten Platz. In der nächsten Runde warteten mit dem SC Leipzig und dem SC Motor Zella-Mehlis übermächtige Gegner auf die Rotationer, die von vornherein nicht zu schlagen waren. Leider zogen Chemie Leuna und Dynamo Erfurt ihre Mannschaften zurück. Im Kampf um den dritten Tabellenplatz wurde gegen Aktivist Oelsnitz knapp mit 3,5:4,5 verloren.
Bei der Bezirksspartakiade wurde stark abgeschnitten. Die Ringer erkämpften hinter den Schwimmern die zweitmeisten Punkte für den Kreis Greiz. Nach achtjähriger Tätigkeit legte Ernst Weder seine Funktion als Sektionsleiter nieder. Als sein Nachfolger wurde Rudi Thümmler gewählt.
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