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Ab 1969 wurde auch die Gruppenliga in verschiedene Stilarten geteilt. Von dieser Zeit, bis zur Bildung der ersten Verbandsliga nach der politischen Wende im September 1990, starteten die Greizer Ringer nun im freien Ringkampf. Viele ältere Greizer Sportler, die in ihrer Jugend hauptsächlich dem griechisch-römischen Ringkampf huldigten, hatten missmutig noch in Kauf genommen, in wechselnden Stilarten zu ringen. Als nun nur noch der freie Stil auf dem Programm stand, war das für sie ein Grund, die Ringerschuhe an den Nagel zu hängen.

Es gab gute Nachwuchsarbeit im Verein, Ulrich Beims wurde 1966 DDR-Jugendmeister und Dritter im gleichen Jahr bei der ersten Kinder- und Jugendspartakiade. Zwei Jahre später qualifizierten sich schon sieben Sportler für die zweite DDRSpartakiade in Berlin. Fünf davon platzierten sich unter den ersten sechs. 1969 wurde das Trainingszentrum Ringen aus der Taufe gehoben. Als Übungsleiter waren Aladar Hepner und Herbert Tellbach tätig. Bald stellten sich bei Bezirks- und DDR-Spartakiaden weitere Erfolge ein. Größter Erfolg in dieser Hinsicht war die vierte DDR-Spartakiade in Berlin 1972, als Greiz 18 Kämpfer in der DDR-Hauptstadt an den Start brachte, die mit 25 Punkten den dritten Platz in der BSG-Wertung erkämpften. Der heutige Nachwuchstrainer, Andreas Mattern, gewann als erfolgreichster Teilnehmer eine Goldmedaille.


Seit zwei Jahren konnte Gera keine volle Mannschaft mehr für die Punktkämpfe stellen, so verstärkten drei Geraer Sportler (Roland Brückner, Roland Schneegaß und Paul Dinter) die Greizer. Die Rotationsstaffel gewann durch die Zugänge ungemein an Kampfkraft. DDR-Juniorenmeister Roland Schneegaß, in allen Wettkämpfen Sieger, wurde durch seine schnellkräftige und offensive Kampfweise zum Publikumsliebling. Trotz der Steigerung der Mannschaft in dieser Zeit scheiterte man zweimal gegen IMO Merseburg in der Aufstiegsrunde. Merseburg besaß damals eine sehr starke Mannschaft mit vier, fünf ehemaligen Nationalkadern. Nach dem Aufstieg wurde von Merseburg der erste Platz in der DDR-Liga und ein Jahr später ein vorderer Platz in der Oberliga erkämpft.