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Auch beim deutsch-deutschen Sportverkehr waren die Greizer Ringer die Vorreiter. Als erster Jugendvergleichskampf zwischen der DDR und der BRD fand am 23. August 1989 der Kampf zwischen Johannis Nürnberg und Greiz als Vorkampf zum Endkampf in der 2. Bundesliga statt. Erstmals erlebten die Greizer das Fluidum in einer bis auf den letzten Platz gefüllten Halle.
Im Januar 1990 fand als erster deutsch-deutscher Seniorenvergleich der Kampf des deutschen Rekordmeisters ASV Heros Dortmund gegen die BSG Rotation Greiz statt. Die Greizer Ringer revanchierten sich dabei für die Niederlage im Kampf um die Deutsche Meisterschaft in den fünfziger Jahren. „Alle reden von Krise, wir nicht“, hätte den Nagel auf den Kopf getroffen.
Das Jahr 1990 stand im Zeichen des deutsch-deutschen Sportverkehrs. Erstmals seit Abbruch der Beziehungen im August 1961 war es den Sportlern aller Sportarten bis hinunter zur untersten Leistungsklasse möglich, mit Sportlern aus dem anderen Teil Deutschlands Vergleiche auszutragen. Doch bei den leistungsorientierten Greizer Ringern wich die Freude wie bei vielen anderen Mannschaften bald einer großen Enttäuschung. Zu ungleich waren die Bedingungen: Die sportlichen Vergleiche wurden meist als Hin- und Rückkampf ausgetragen.
Mehrere hundert Ringer aus dem Osten gingen in westliche Vereine. Die Greizer beendeten so, abgesehen von zwei Kämpfen gegen Hallbergmoos, die Freundschaftskämpfe gegen westliche Vereine.
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