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Am 17.08.1991 absolvieren die Greizer Ringer in der heimischen Jahnturnhalle ihren ersten Kampf in der 2. Bundesliga mit den Mannschaften aus Thüringen und Sachsen. Der SV Lok Altenburg wird 22,5:12 besiegt. Obwohl am 20. November erstmals die Kampfgemeinschaft TuS Jena/Kahlaer Ringerverein geschlagen wurde, belegten die Greizer am Ende der Saison hinter der KG den zweiten Platz. Nicht anders sah es 1992 und 1993 aus. In den Jahren 1994 und 1995 wurde dann der Staffelsieg erkämpft. Bereits 1993 hatten die Aufstiegskämpfe zur 1. Bundesliga (2. Platz hinter Aufsteiger Oftersheim) für einen neuen Ansturm der Zuschauer gesorgt. Diese Kämpfe, wie die jährlichen Vergleiche mit dem Erzrivalen TuS Jena, mussten, um allen Zuschauern Zutrittsmöglichkeiten zu verschaffen, in der Sporthalle „Kurt Rödel“ ausgetragen werden.

Ab 1996 wurde auf Betreiben des deutschen Mannschaftsmeisters Goldbach eine eingleisige 1. Bundesliga eingeführt und die 2. Bundesliga auf 4 Staffeln verkleinert. Greiz rang nun in einer viel stärkeren Staffel mit den 4 Teams aus Bayern. Neuzugang Johannes Wrensch verletzte sich im ersten Kampf und fiel die ganze Saison aus. Greiz belegt nur Platz 7.

In den Folgejahren kommt Greiz wieder in die Nähe der Tabellenspitze und belegt die Plätze 3, 2 und noch mal 3. Da nun im Ringerbund und bei den Vereinen wieder die Vernunft gesiegt hatte und wieder eine zweigleisige 1. Bundesliga eingeführt wurde, gehörte Greiz am 18. Dezember 1999 zu den Aufsteigern.

Die erste Saison in der deutschen Eliteliga wurde ein voller Erfolg für den RSV Rotation Greiz/Mohlsdorf. Als bester Aufsteiger belegt Greiz mit nicht erwarteten Siegen über Spitzenmannschaften wie Halle und Witten den 6. Tabellenplatz in der Staffel Nord.

Das Schicksal der zweiten Greizer Vertretung in der Landesliga Thüringen war wechselhaft. Wurde im Startjahr 1991 der 2. Platz belegt, fiel man 1993 und 1994 auf den letzten Tabellenplatz zurück. 1995 landete man auf Platz 3, ein Jahr später gab es die Silbermedaille und 1997 konnte mit dem Staffelsieg in der Thüringenliga der Aufstieg in die 1995 gegründete Oberliga Thüringen/Sachsen gefeiert werden.

Nach dem 6. Platz 1998 in der Oberliga gelang ein Jahr später mit dem zweiten Rang der Aufstieg in die Regionalliga Mitteldeutschland, in der zum Einstieg 2000 ein dritter Platz gelang. Mit einer weiter verjüngten Mannschaft wurde es schwer diese Platzierung zu halten. Hauptziel dieser Mannschaft ist es aber nicht, sich in der Tabelle möglichst weit oben zu platzieren. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Entwicklung und Förderung veranlagter Nachwuchsringer, die eines Tages in der ersten Mannschaft des RSV Rotation Greiz ringen sollen.

 


Seit der politischen Wende in Deutschland hat der Ringkampf in Greiz an Stellenwert gewonnen, wie man es wohl nicht einmal zu träumen wagte. Nach neun erfolgreichen Jahren in der 2. Bundesliga, wurde in der Vorsaison erstmals in der höchsten deutschen Leistungsklasse, der 1. Bundesliga gerungen. Wer hätte 1980 geglaubt, dass Greiz - Halle und Witten besiegt? Die Zuschauer konnten es im Vorjahr in der renovierten Sporthalle „Kurt Rödel“ erleben. Und nirgends ist die Begeisterung so groß wie in Greiz. Keine deutsche Ringermannschaft hatte im Jahr 1999 mehr Zuschauer in der normalen Runde als die Greizer.

Der Hauptsponsor des RSV ist die Bevölkerung. Davon können selbst die Traditionsmannschaften nur träumen.

Die Entwicklung des Greizer Ringkampfsportes nach der Wende vollzog sich planmäßig Schritt für Schritt.