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Eine Geschichte des Ringkampfsportes in Greiz, wenn auch nur in kurzer Form zu schreiben, ist nicht einfach. Seit mehr als 100 Jahren wird in Greiz gerungen. Allerdings wechselten sich vor 1931 mehrere Vereine ab mit dem Ziel, Kraftsport zu betreiben. Von diesen Vereinen sind praktisch keine Unterlagen mehr vorhanden. Die jeweiligen Nachfolgevereine hatten auch kein Interesse, die Erfolge ihrer Vorgänger der Nachwelt zu erhalten. Mit der Gründung des jetzt unter dem Namen RSV Rotation Greiz firmierten Vereins änderte sich das.

Doch nicht einmal acht Jahre nach der Vereinsgründung brach der Zweite Weltkrieg aus mit all seinen verheerenden Folgen für die Menschen. Obwohl an geregeltes Sporttreiben nicht mehr zu denken war, fanden 1944 noch deutsche Meisterschaften (Freistil) statt. Neben den vielen Toten, die der Verein zu beklagen hatte, wurden auch Teile des Vereinsarchives durch einen Bombenangriff in der Weberstraße 30 (Wohnung des Ringerchefs Rudi Gebhardt) vernichtet. Weitere Unterlagen wurden in der Jahnturnhalle gelagert.

Als nach dem Einzug der sowjetischen Besatzungstruppen dort ein Lazarett eingerichtet wurde, fanden die Papiere als Heizmaterial Verwendung.

Nicht alle Vorgänge sind also lückenlos belegt, mancher verdienstvolle Sportler wird nicht erwähnt werden (vielleicht auch aus späteren Jahren), weil er schlicht und einfach in Vergessenheit geraten ist, oder weil der Platz in dieser Broschüre nicht ausreicht.