| Dritter Platz bei deutschen Meisterschaften für Maximilian Kahnt |
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Bei der letzten deutschen Einzelmeisterschaft im Ringen des Jahres 2011 erkämpfte der RSV Rotation Greiz das dritte Edelmetall.
Nach Eyleen Sewina mit Bronze bei der weiblichen Jugend und Sebastian Wendel mit Silber bei den Junioren schlug diesmal Maximilian Kahnt zu. Bei den deutschen Titelkämpfen der Jugend Altersklasse B in Bad Kreuznach erkämpfte er im freien Stil den dritten Platz in der Gewichtsklasse 58 kg. Der siebenmalige thüringische Meister des Geburtsjahrganges 1997, der bei seinem ersten Start bei den B-Jugendlichen im Vorjahr noch den sechsten Platz im 50 kg Limit belegt hatte, erntete auf den Matten im rheinländischen Bad Kreuznach den Erfolg für sein jahrelanges fleißiges Training.Maximilian Kahnt hatte fünf Kämpfe zu bestreiten, von denen er vier gewann. Ursprünglich hatten 14 Sportler für die deutschen Titelkämpfe in dieser Gewichtsklasse gemeldet, von denen aber drei nach Bekanntgabe der Meldelisten in die vermeintlich schwächer besetzte 63 kg Klasse abwanderten, auch weil sie dann das Gewichtslimit von 58 kg nicht mehr zu bringen brauchten. Für den Greizer kam das nicht in Frage.
Er, der im September des Vorjahres noch um die 52 kg gewogen hatte und erst nach einem Wachstumsschub im Winter auf 58 kg gekommen war, liebäugelte sogar mit dem Start in der 54 kg-Klasse. Dieses Vorhaben stellte er bald ein, musste aber mit dem Handicap ringen der Leichteste in seiner Gewichtsklasse zu sein. Beim offiziellen Nachwiegen der sechs Bestplatzierten am Sonnabendabend gehörte er zu den Wenigen, die nicht exorbitant an Gewicht zu- sondern sogar abgenommen hatten.
Erster Gegner am Freitagabend war Nico Mathias aus dem nordbadischen Viernheim , der bereits nach 42 Sekunden die erste Runde mit 0:7 Punkten verloren hatte. Im zweiten Durchgang kam der Greizer nach 1:24 min beim Stande von 5:0 zum Schultersieg. So konnte beruhigt der Weg zur Übernachtung im beschaulichen Ambiente des Gästehauses des Grafen von Plettenberg im nahen Weinort Bretzenheim in Angriff genommen werden. Am Sonnabendmorgen stand mit dem Bronzemedaillengewinner des Vorjahres, der Köllerbacher Christopher Raubuch, der vermeintlich stärkste Gegner im Pool und einer der Favoriten auf den Meistertitel bereit. Obwohl Maximilian taktisch sehr klug rang, musste er eine Wertung durch einen Beinangriff und eine zweite durch ein Raustreten aus der Matte abgeben. In der zweiten Runde musste er alles auf eine Karte setzen, verpasste aber mehrmals den Siegpunkt zum Rundengewinn knapp und unterlag mit 0:1. Nun musste der Greizer die restlichen drei Kämpfe gewinnen, wenn er noch Bronze sichern wollte. Nächster Gegner war der Neubrandenburger Willi Aschmuratow, der mit 4:0 und 6:0 klar bezwungen wurde. Der Vergleich mit Iwan Sereda vom PSV Erfurt wurde zu einer echten Nervenprobe. Beide Sportler kannten sich seit Jahren. Schon beim knappen Sieg des Greizers bei den Thüringer Meisterschaften ließ sein Trainer Andreas Mattern einige Haare, weil vieles nicht nach Plan lief. Bei den mitteldeutschen Meisterschaften konnte der Erfurter den Spieß sogar umdrehen und Kahnt bezwingen. Man war also gewarnt. In der ersten Runde ging der Greizer zwar in Führung, doch der körperlich sehr starke Erfurter glich aus. Erst in der letzten Kampfminute konnte Maximilian den 4:1 Sieg sicherstellen. In der zweiten Runde konnte er nun auf Sicherheit gehen und brauchte nichts mehr zu riskieren. Als es nach zwei Minuten 0:0 stand, musste das Los über die Fassart beim Zwiegriff entscheiden. Maximilian durfte fassen, gewann 1:0 und stand am Sonntagmorgen im kleinen Finale um Platz drei. Hier war Alexander Gilewitsch vom AC Germania Artern, der im Vorjahr die Sportschule Halle besucht hatte, der Gegner.
Maximilian ging schon nach 20 Sekunden in Führung und hatte bereits nach 1:15 min den zum Rundengewinn nötigen 6:0 Vorsprung herausgearbeitet. Der Arterner blieb allerdings ständig gefährlich und versuchte auch in der zweiten Runde mit einer speziellen Form des Kopf-Hüft-Schwunges zum Schultersieg zu kommen. Maximilian demonstrierte aber sein gewachsenes taktisches Verhalten und siegte auch in Durchgang zwei sicher mit 3:0.
Maximilian Kahnt trainiert an der Sportschule Jena, aber erst seit den Winterferien. Seine sportliche Ausbildung hat er in Greiz erhalten. Seine aktive Laufbahn auf der Ringermatte begann er im September 2004 in der Trainingsgruppe bei Andreas Mattern, der ihn während der ganzen Jahre trainierte. „Das Engagement von Maximilian und seinen Eltern über all die Jahre, der Fleiß und das Mitdenken auf und außerhalb der Matte haben sich ausgezahlt. Seine leistungssportliche Laufbahn beginnt mit einem großen Erfolg, auf den man aufbauen kann.“ meinte der erfreute Trainer nach dem Finalkampf. Der frischgebackene Medaillengewinner, der erfolgreichster thüringischer Starter bei den B-Jugendmeisterschaften in beiden Stilarten war, stellte gleich unter Beweis warum er auf den Treppchen stand: „Wir haben jetzt zwei Wochen Trainingspause in Jena. Die erste Woche fahre ich zu meinen Großeltern nach Auerbach, in der zweiten Woche besuche ich das Trainingslager in der Jahnturnhalle in Greiz.“
Der zweite Greizer Starter in Bad Kreuznach war Leon Jäschke in der Gewichtsklasse 38 kg, der im Vorjahr auf Platz 8 gelandet war. Diesmal hatte er auf Grund einer langwierigen Erkrankung großen Trainingsausfall, einige Vorbereitungsturniere konnten deshalb auch nicht besucht werden. Im Auftaktkampf gegen den Leipziger Darios Wedekind, der später Sechster wurde, verteidigte er sich gegen die Beinangriffe seines Gegners gut, kam aber selbst nicht zu Punkten. In einer Runde unterlag er durch Zwiegriff, in der anderen aus dem Kampf heraus ebenfalls mit 0:1. Im zweiten Kampf traf er auf den späteren Vizemeister Dominik Wölfle vom KSV Hofstetten in Südbaden, gegen den er eine Schulterniederlage einstecken musste.
Er beendete die Meisterschaft auf Platz 13. Auch er hat bei konzentriertem Training eine erfolgreiche Laufbahn vor sich. |


Nach Eyleen Sewina mit Bronze bei der weiblichen Jugend und Sebastian Wendel mit Silber bei den Junioren schlug diesmal Maximilian Kahnt zu. Bei den deutschen Titelkämpfen der Jugend Altersklasse B in Bad Kreuznach erkämpfte er im freien Stil den dritten Platz in der Gewichtsklasse 58 kg. Der siebenmalige thüringische Meister des Geburtsjahrganges 1997, der bei seinem ersten Start bei den B-Jugendlichen im Vorjahr noch den sechsten Platz im 50 kg Limit belegt hatte, erntete auf den Matten im rheinländischen Bad Kreuznach den Erfolg für sein jahrelanges fleißiges Training.